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Ortenau Klinikum Kehl veranstaltet Aktionstag zur Klinikhygiene

Aktuelle Informationen zu den Themen Händehygiene, Hautschutz und dem Umgang mit multiresistenten Keimen

Händedesinfektion: Wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von Infektionskrankheiten. ©Ortenau Klinikum

Kehl, 17. Februar 2017 – Um die Mitarbeiter der Kliniken wie auch Patienten und Besucher immer wieder für das Thema Patientensicherheit und Qualität zu sensibilisieren, veranstaltet die Klinikhygiene des Ortenau Klinikums Kehl am Mittwoch, den 8. März einen Hygienetag. Ein Team um Hygienefachkraft Esther Bichel steht von 10 bis 15 Uhr in der zentrale Aufnahme (Ebene 2) im Ortenau Klinikum Kehl mit Info-Tischen bereit, um Fragen zur Krankenhaushygiene zu beantworten. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen aktuelle Themen wie Händehygiene, Hautschutz und der Umgang mit multiresistenten Keimen. Außerdem können Besucher der Veranstaltung Preise bei einem Hygienerätsel gewinnen.

In Deutschland infizieren sich rund 3,5 Prozent der 19 Millionen im Krankenhaus stationär behandelten Patienten, so dass jährlich etwa 650.000 Krankenhausinfektionen wie etwa Wundinfektionen oder Lungenentzündungen auftreten. Im internationalen Vergleich ist diese Rate gering. „Durch geeignete Hygienemaßnahmen kann die Zahl der Krankenhausinfektionen jedoch um ein weiteres Drittel verringert werden“, so Dr. Andreas Christian Schröder, Oberarzt des zentralen Hygienemanagements am Ortenau Klinikum.

Die meisten dieser von Medizinern als nosokomiale Infektionen bezeichneten Erkrankungen werden durch die Hände übertragen. Im Krankenhaus leben Patienten, Therapeuten und Pflegekräfte auf engem Raum zusammen. Im Rahmen von Behandlungen sind viele Kontakte therapeutischer, diagnostischer und pflegerischen Art notwendig, die eine Übertragung von Keimen möglich machen. Die Infektionserreger gehören häufig zur menschlichen Keimbesiedelung von Haut und Darm und verursachen meist keine Infektionen.

Diese Keime werden von Patienten, Besuchern und Therapeuten von Außen in das Krankenhaus getragen. Treffen die Keime auf geschwächte Patienten mit einer reduzierten Abwehrkraft, so können diese Erreger Infektionskrankheiten verursachen. „Die Händedesinfektion ist deshalb die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen und stellt einen Schwerpunkt unserer Präventionsmaßnahmen im Ortenau Klinikum dar“, so Dr. Schröder.