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Junge Mediziner trainieren OP-Techniken

Oberärztin Dr. Tatjana Johanson (3. v. l.) erläutert Kursteilnehmern verschiedene Knotentechniken in einem OP-Saal am Ortenau Klinikum in Offenburg, Standort Ebertplatz. ©Ortenau Klinikum

Offenburg, 27. März 2017 – Um junge Ärzte und Medizinstudenten mit chirurgischen Eingriffen vertraut zu machen, hat die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Ortenau Klinikum in Offenburg kürzlich einen Kurs zum Erlernen und Vertiefen verschiedener Operationstechniken veranstaltet. Unter der Leitung der beiden Chefärzte Dr. Bernhard Hügel und Professor Dr. Uwe Pohlen nahmen 27 Assistenzärzte und Medizinstudenten im Praktischen Jahr der Ortenau Kliniken in Kehl, Offenburg und Wolfach an dem Kurs teil.

„Zum Erlernen der verschiedenen OP-Techniken braucht man viel Übung“, so Professor Dr. Pohlen. „Je mehr Gelegenheiten junge Mediziner zum Üben der chirurgischen Techniken haben, umso besser sind später ihre praktischen Fähigkeiten in diesem Bereich." Deshalb werde der jährlich einmal von der Klinik angebotene Kurs sehr gut angenommen.

Der rund vierstündige Kurs gliederte sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Zunächst erfuhren die Teilnehmer in einer einstündigen Einführung die Grundlagen zu Nahtmaterialien und Knotentechniken. Anschließend folgte in einem Operationssaal am Standort Ebertplatz des Ortenau Klinikums in Offenburg der praktische Teil der Fortbildung. An mehreren Arbeitsplätzen konnten die Teilnehmer Hautnähte an Kunstmaterialien wie auch an vorbereiteten Tierpräparaten üben. Für fortgeschrittene Operateure gab es die Möglichkeit, in speziellen Simulationskästen, den sogenannten POP-Trainern, kleinere laparoskopische Eingriffe in den Bereichen Magen-, Leber- und Gallenchirurgie ebenfalls an Tierpräparaten vorzunehmen. An einem weiteren Simulationskasten konnten speziell gefäßchirurgische Eingriffe geübt werden. An allen Arbeitsplätzen standen den Teilnehmern Oberärzte der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie als Tutoren zur Seite, die als erfahrene Operateure fachkundige Hinweise und Anleitungen geben konnten. „Grundlegende Operationstechniken und der Umgang mit Nadeln und Fäden sind nicht nur für angehende Chirurgen, sondern auch für Allgemeinmediziner wichtiges Handwerkszeug“, so Dr. Bernhard Hügel. Der OP-Kurs sei deshalb inzwischen ein fest etabliertes Angebot der Klinik an den ärztlichen Nachwuchs.