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Patientenfürsprache am Ortenau Klinikum in Offenburg wird gut angenommen

Erster bundesweiter „Tag des Patienten“ am 26. Januar / Klinik plant Informationsveranstaltung zu Patientenrechten

Ingrid Fuchs, Patientenfürsprecherin am Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach

Offenburg, 26. Januar 2016 – Das vom Ortenau Klinikum in Offenburg kurz nach dem Inkrafttreten des Patientenrechtegesetzes im Jahr 2013 eingerichtete Angebot der Patientenfürsprache wird in der Offenburger Klinik mittlerweile gut angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt Patientenfürsprecherin Ingrid Fuchs anlässlich des „Tages des Patienten“ am 26. Januar, den der Bundesverband der Patientenfürsprecher in Krankenhäusern (BPiK) in diesem Jahr erstmals ins Leben gerufen hat. Bei einer zentralen Veranstaltung im Katholischen Klinikum Essen mit dem Vorsitzenden des BPiK, Detlef Schliffke, wird der Verband an diesem Tag auf die Rechte von Patienten aufmerksam machen. Auch in anderen Krankenhäusern sind Informationsveranstaltungen geplant.

Unterstützung findet die Initiative auch am Ortenau Klinikum in Offenburg. „Ich begrüße die Initiative sehr“, so Ingrid Fuchs, die auch Mitglied im BPiK ist. „In der Praxis zeigt sich, dass viele Patienten ihre Rechte nicht kennen“, berichtet sie aus ihrem Arbeitsalltag. Auch sei vielen nicht klar, dass es an einigen Häusern Ansprechpartner für die Belange der Patienten, wie auch für Lob und Kritik gebe.

Verwaltungsdirektor Mathias Halsinger sieht in der Patientenfürsprache eine wichtige Ergänzung zum Qualitätsmanagement, das sich zentral um Lob, Anregungen und Kritik von Patienten kümmert. Darüber hinaus biete die Patientenfürsprache bereits während des Aufenthalts in der Klinik schnelle, unbürokratische und vor allem persönliche Hilfe. „Unser Angebot der Patientenfürsprache ist damit eine wichtige Maßnahme zur Vertrauensbildung gegenüber unseren Patienten“, so Verwaltungsdirektor Mathias Halsinger.

„Eine Patientenfürsprecherin wie in unserem Haus ist ein großer Segen für Klinik und Patienten. Sie kann Patienten helfen, sich besser in der für sie fremden Situation im Krankenhaus zurechtzufinden. Auch mögliche Missverständnisse oder Kommunikationsschwierigkeiten können mit ihrer Hilfe bereits im Vorfeld aufgehoben werden“, betont auch Professor Dr. Jörg Laubenberger, Ärztlicher Direktor der Klinik. Beide Mitglieder der Klinikleitung sind überzeugt, dass das Thema Patientenfürsprache in den kommenden Jahren bundesweit weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Aus diesem Grund wird die Klinik in den kommenden Wochen den BPiK-Bundesvorsitzenden Detlef Schliffke nach Offenburg einladen, um in einer Informationsveranstaltung für Patienten, Angehörige und Interessierte über die Arbeit des Verbandes und die Patientenrechte allgemein zu informieren. Zudem soll die Veranstaltung Gelegenheit geben, die in Offenburg in den vergangenen zweieinhalb Jahren durch Ingrid Fuchs geleistete Arbeit zu würdigen und zu reflektieren, so Halsinger und Laubenberger.

Die Patientenbeauftragte hat auch im Jahr 2015, in dem an der Offenburger Klinik wieder über 33.000 Patienten behandelt wurden, eine steigende Nachfrage nach dem Angebot der Patientenfürsprache wahrgenommen. Mit rund 1.000 Patientinnen und Patienten kam sie im vergangenen Jahr ins Gespräch, um sich deren Anliegen zu widmen. Dabei sind die Unterstützungsanfragen sehr vielfältig.

Als Ansprechpartnerin für persönliche und sachliche Angelegenheiten der Patienten unterstützt und berät sie Patienten bei eventuellen Problemen während des Krankenhausaufenthaltes und informiert auch über deren Rechte und Pflichten. „Ich verstehe mich als aufmerksame und vertrauensvolle Zuhörerin, um so Brücken zwischen Patientinnen und Patienten und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Klinik zu bauen“, berichtet Fuchs. Bei neu angekommenen Patienten müssten beispielsweise offene Fragen geklärt sowie häufig Ängste und Befürchtungen, die bei einem Klinikaufenthalt ganz selbstverständlich seien, ausgeräumt werden. Hier wirbt Ingrid Fuchs auf beiden Seiten, bei Patienten und Mitarbeitern, um Verständnis füreinander und hat so schon manches Missverständnis beseitigt und den Weg für ein besseres Miteinander während des verbleibenden Klinikaufenthalts geebnet.