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Pflegemethoden

Für eine patientenorientierte und qualitativ gute Pflege ist ein fundierter theoretischer Hintergrund unerlässlich. Das Ortenau Klinikum hat dazu Konzepte für die Umsetzung von Kinästhetik und  Expertenstandards entwickelt. Drei Standards möchten wir an diese Stelle besonders hervorheben.

Kinästhetik bedeutet Wahrnehmung  der Bewegung. Beim Konzept der Kinästhetik werden natürliche Bewegungsabläufe genutzt um schonend und kräftesparend Patienten zu bewegen.

Durch den gezielten Einsatz von Bewegung, Berührung und Bewegungsempfindung können Patienten in Abhängigkeit ihrer persönlichen  Bewegungskompetenz aktiv in die Pflegemaßnahmen mit einbezogen werden. Mit der Hilfestellung durch die Pflegenden wird die Bewegungsfähigkeit der Patienten stark gefördert. Im Ortenau Klinikum Kehl sind alle Mitarbeiter in Kinästhetik geschult. Zusätzlich bieten Peer Tutoren mit einer  Zusatzausbildung in Kinästhetik Workshops bzw. gezielten Anleitungen an. Dadurch stellen wir sicher, dass ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess stattfindet.

Die Wahrscheinlichkeit eines Sturzes steigt statistisch gesehen ab dem 70. Lebensjahr. Auch im Krankenhaus sind Patienten einigen Sturzrisiken ausgesetzt. Uns ist es wichtig, diese zu erkennen und Maßnahmen zu ergreifen, sie zu minimieren.

Mit dem Erkennen und Erfassen der Risiken können wir die Sturzgefahr erheblich verringern.

In unserer Pflegeanamnese wird das Sturzrisiko identifiziert und es erfolgt eine Beratung des Patienten sowie seiner Angehörigen über die Sturzprävention und deren Intervention.

Dazu haben wir ein Informationsblatt für Patienten und Angehörige entwickelt. Darüber hinaus erstellen wir einen individuellen Maßnahmenplan gemeinsam mit dem Patienten und den beteiligten Berufsgruppen.

Ein Dekubitus ist  eine durch länger anhaltenden Druck entstandene Schädigung der Haut und des darunter liegenden Gewebes.

Ziel des Expertenstandards Dekubitusprophylaxe ist es, dass allen gefährdeten Patienten eine Prophylaxe erhalten, welche die Entstehung eines Dekubitus verhindert.

Im Ortenau Klinikum Kehl wird ein Aufnahmestatus erhoben um das Dekubitusrisiko einzuschätzen. Sobald eine Gefährdung vorliegt werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Diese werden durch die verantwortlichen Pflegekräfte individuell festgelegt und umfassen beispielsweise einen individuellen Bewegungs- und Lagerungsplan, Microlagerung, unverzügliche Druckreduzierung durch geeignete Hilfsmittel, spezielle Hautpflege sowie gezielte Ernährung.

Während des Aufenthaltes wird die Risikoeinschätzung immer wieder überprüft, um stets situationsabhängige Pflegemaßnahmen einzuleiten.

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Leitung

Abbildung Johannes Fix

Johannes Fix
Pflegedirektor
Tel. 07851 873-113
Fax 07851 873-212
E-Mail: johannes.fix(at)kel.ortenau-klinikum.de