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Urogynäkologie

Bedingt durch die immer höher werdende Lebenserwartung der Bevölkerung ist eine der häufigsten Alterserkrankungen in den westlichen Industrieländern inzwischen die Blasenfunktions- oder Blasenentleerungsstörung.

Viele Patienten empfinden Senkungszustände von Gebärmutter, Scheide und Harnblase oder Harninkontinenz als äußerst unangenehm. Deshalb legen wir besonders viel Wert auf eine einfühlsame Behandlung. Um die verantwortlichen Ursachen zu identifizieren, werden zunächst alle erforderlichen Untersuchungen durchgeführt. Dafür stehen vielfältige moderne Untersuchungs- und Behandlungsoptionen zur Verfügung. Der medizinisch technische Fortschritt der letzten Jahre ermöglicht eine deutliche schonendere Behandlung. Gemeinsam mit dem Patienten wird ein individuelles Therapiekonzept entwickelt und umgesetzt.

Bei Beschwerden durch Gebärmuttersenkung und Harninkontinenzproblemen bieten wir folgende schonenden Operationsmöglichkeiten an:

  • operative Entfernung der Gebärmutter durch die Scheide
  • Scheidenplastiken mit Netzeinlage bei Blasen- und Gebärmuttersenkung
  • TVT-Bandeinlage bei Blasenschwäche
  • Blasenschrittmacher und Botoxinjektionen bei Dranginkontinenz

Medikamentöse Therapie der Drang- und Belastungsinkontinenz
Unter Stress- bzw. Belastungsharninkontinenz versteht man, dass man bei körperlicher Anstrengung unkontrolliert Urin verliert.

Beckenbodentraining mit ggf. Beckenbodenstimulation
Um Ihre Gesunderhaltung und Behandlung aktiv mitzugestalten, können Sie bei uns an einem Kurs unter Leitung einer zertifizierten Beckenbodentrainerin teilnehmen. Hier erhalten Sie alle relevanten Informationen zu den körperlichen und seelischen Veränderungen in den Wechseljahren und Sie erfahren, wie Sie durch spezielle Ernährung, Bewegung und Entspannung bewusst den Krankheitsverlauf beeinflussen können. Sie erlernen gezielte Übungen zur Körperwahrnehmung und zum funktionellen Beckenbodentraining. Ein weiterer Bestandteil des Kurses ist das Beckenboden-Yoga. Außerdem informieren wir Sie über homöopathische Behandlungsmöglichkeiten. Im Rahmen von Präventionsmaßnahmen können Sie sich die Kursgebühr von Ihrer Krankenkasse erstatten lassen.

Vaginale Rekonstruktion einschließlich Vaginefixation

Rekonstruktion und Korrektur bei Scheidensenkung

Anteriore transobturatorische Polypropylen-Netz-Interposition

Ein Polypropylen-Netz in Verbindung mit im Gewebe verankernden Bändern bietet eine zusätzliche Stützung der tragenden Strukturen in der Scheide. Dadurch wird der Blasenvorfall in die Scheide korrigiert. Diese Technik wurde entwickelt, um sich der ursprünglichen anatomischen Situation der jungen Frau anzunähern.

Posteriore transischiorektale Polypropylenenetz-Interposition

Hierbei handelt es sich um ein Scheidengewölbe-Suspensionssystem zur Behandlung der Rektozele (Aussackung der Enddarmwand nach vorn zur Scheide hin). Mithilfe von Prolift Netzen, die aus nicht vom Körper abbaubaren elastischen Fäden bestehen, wird das Gewebe gestärkt und gibt den nach unten sinkenden Organen einen besseren Halt. 

Kolposuspensionsplastik nach Burch
Bei dieser Operation wird das den Blasenhals umgebende Gewebe mit nicht löslichen Fäden hinter dem Schambein aufgehängt. Vorteile bieten die geringe Komplikationsrate und ein hoher Heilungserfolg, insbesondere bei Erstoperierten.

Transobturatorische Eingriffe
Hierbei wird ein spannungsfrei eingebrachtes, synthetisches Band (“Tension Free Vaginal Tape“)  durch ein Knochenfenster im Becken der Frau eingesetzt, das unterstützend auf die Harnröhre einwirkt. In Belastungssituationen wird Druck auf das Band aufgebaut, wodurch sich die Harnröhre verschließt und ein ungewollter Urinabgang verhindert wird. Durch den minimal-invasiven Eingriff ist die Belastung für den Körper geringer und Heilung erfolgt schneller. Vorteil bei dieser Methode ist außerdem, dass durch diese Vorgehensweise die Verletzung der Blase während der Operation nicht stattfinden kann.

Ärztliche Leitung

Abbildung Felix Liber

Felix Liber
Chefarzt
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe

Sekretariat

Julia Grindler
Petra Kaufmann
Martina Weiler
Tel. 07851 873-172
Fax 07851 873-412
E-Mail: gynaekologie(at)kel.ortenau-klinikum.de

Sprechzeiten

Mo–Do 8–16 Uhr, Fr 8–13 Uhr
Termin nach telefonischer Vereinbarung über das Sekretariat des Chefarztes

Hebammen (Station)

Tel. 07851 873-178
E-Mail: hebammen(at)kel.ortenau-klinikum.de

Patienteninformationen